Ev. Friedhof Bochum‑Harpen

Vorläufer des heutigen evangelischen Friedhofs Harpen ist der Kirchhof um die 1000-jährige St. Vinzentius-Kirche herum. Grabungsfunde weisen auf noch frühere Grabfelder aus dem 7. bzw. 8. Jahrhundert hin. Die lange Geschichte dieses Friedhofs, dokumentiert durch alte Grabplatten aus dem 11., 15. und 17. Jahrhundert, reicht bis in das Jahr 1863. Am 22. November 1863 wurde die Anlage des Kirchhofs Maischützenstraße feierlich eingeweiht. Der Friedhof verfügt heute über 913 Einzelgräber. In unmittelbarer Nachbarschaft, an der Gerther Straße, wurde ein weiterer Friedhof mit Trauerhalle angelegt, der am 22. November 1891 eingeweiht wurde und 2.180 Einzelgräber aufweist.

Am 12. August 1924 wurde ein kommunaler Friedhofsteil seiner Bestimmung übergeben. Stadt und Gemeinde teilten sich per Vertrag die Trauerhalle. Nach Übernahme des kommunalen Friedhofsteils am 1. März 2005 durch die Kirchengemeinde wurde eine neue Halle gebaut und am 15. Oktober 2006 eingeweiht. Diese erhielt den Namen ,,Dietrich-Bonhoeffer-Trauerhalle" zur Erinnerung an den Pfarrer, Widerstandskämpfer und Märtyrer in der Zeit des Nationalsozialismus. So soll auch an dieser Stätte weiterhin gelten, worüber der alte Pastor Rosenbaum bei der Einweihung des ,,neuen Friedhofs" am Ewigkeitssonntag 1863 predigte: ,,Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes, denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels!"

 

Mögliche Beisetzungsarten:

Erdbestattungen:

  • Reihengräber
  • Familiengräber
  • Rasenreihengrab mit Kissenstein
  • Rasenfamiliengräber

Feuerbestattungen:

  • Reihengräber
  • Familiengräber
  • Rasenreihengrab mit Kissenstein
  • Rasenreihengrab mit Gravur in Stele
  • Rasenfamiliengräber
  • Bestattung unterm Baum